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<dc:title xml:lang="de" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">Der Ring des Polykrates</dc:title>
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<dc:contributor.editor xml:lang="pl" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">Ritter-Jasińska, Antje</dc:contributor.editor>
<dc:contributor.technical_editor xml:lang="pl" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">Niedziałkowska, Marta</dc:contributor.technical_editor>
<dc:publisher xml:lang="pl" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">Fundacja Nowoczesna Polska</dc:publisher>
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<dc:description xml:lang="pl" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">Publikacja zrealizowana w ramach projektu Wolne Lektury (http://wolnelektury.pl). Wydano z finansowym wsparciem Fundacji Współpracy Polsko-Niemieckiej. Eine Publikation im Rahmen des Projektes Wolne Lektury. Herausgegeben mit finanzieller Unterstützung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.</dc:description>
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Friedrich Schiller, Musen-Almanach : für das Jahr 1798. / herausgegeben von Schiller, 1798.</dc:source>
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<strofa>ß -> s:/
dieß -> dies</strofa>
<strofa>th -> t:/
unterthänig -> untertänig/
zu Theil -> zuteil</strofa>
<strofa>e -> ä:/
Egyptens -> Ägyptens</strofa>
<strofa>i und y:/
Tirannen -> Tyrannen/
befreyet -> befreiet/
vorbey -> vorbei/
seyn -> sein</strofa></nota_red>












<autor_utworu>Friedrich Schiller</autor_utworu>



<nazwa_utworu>Der Ring des Polykrates</nazwa_utworu>



<podtytul>Ballade</podtytul>


<strofa>Er stand auf seines Daches Zinnen,/
Er schaute mit vergnügten Sinnen/
Auf das beherrschte Samos hin./
»Dies alles ist mir untertänig«,/
Begann er zu Ägyptens König,/
»Gestehe daß ich glücklich bin.«</strofa>


<strofa>»Du hast der Götter Gunst erfahren!/
Die vormals deinesgleichen waren,/
Sie zwingt jetzt deines Scepters Macht. /
Doch einer lebt noch, sie zu rächen,/
Dich kann mein Mund nicht glücklich sprechen,/
Solang des Feindes Auge wacht.«</strofa>


<strofa>Und eh der König noch geendet,/
Da stellt sich, von Milet gesendet, /
Ein Bote dem Tyrannen dar:/
»Laß, Herr, des Opfers Düfte steigen,/
Und mit des Lorbeers muntern Zweigen/
Bekränze dir dein festlich Haar.</strofa>


<strofa>Getroffen sank dein Feind vom Speere,/ 
Mich sendet mit der frohen Märe/
Dein treuer Feldherr Polydor.«/
Und nimmt aus einem schwarzen Becken/
Noch blutig, zu der beiden Schrecken,/
Ein wohlbekanntes Haupt hervor.</strofa>


<strofa>Der König tritt zurück mit Grauen:/
»Doch warn’ ich dich, dem Glück zu trauen«,/
Versetzt er mit besorgtem Blick./
»Bedenk, auf ungetreuen Wellen,/
Wie leicht kann sie der Sturm zerschellen, /
Schwimmt deiner Flotte zweifelnd Glück.«</strofa>


<strofa>Und eh er noch das Wort gesprochen,/
Hat ihn der Jubel unterbrochen,/
Der von der Reede jauchzend schallt./
Mit fremden Schätzen reich beladen, /
Kehrt zu den heimischen Gestaden/
Der Schiffe mastenreicher Wald.</strofa>


<strofa>Der königliche Gast erstaunet:/
»Dein Glück ist heute gut gelaunet,/
Doch fürchte seinen Unbestand./
Der Sparter nie besiegte Scharen/
Bedräuen dich mit Kriegsgefahren,/
Schon nahe sind sie diesem Strand.«</strofa>


<strofa>Und eh ihm noch das Wort entfallen,/
Da sieht mans von den Schiffen wallen,/
Und tausend Stimmen rufen: »Sieg!/
Von Feindesnot sind wir befreiet,/
Die Sparter hat der Sturm zerstreuet,/
Vorbei, geendet ist der Krieg.«</strofa>


<strofa>Das hört der Gastfreund mit Entsetzen:/ 
»Fürwahr, ich muß dich glücklich schätzen,/
Doch«, spricht er, »zittr’ ich für dein Heil!/
Mir grauet vor der Götter Neide,/
Des Lebens ungemischte Freude/
Ward keinem Irdischen zuteil.</strofa>


<strofa>Auch mir ist alles wohl geraten,/
Bei allen meinen Herrschertaten/
Begleitet mich des Himmels Huld,/
Doch hatt ich einen teuren Erben,/
Den nahm mir Gott, ich sah ihn sterben,/
Dem Glück bezahlt’ ich meine Schuld.</strofa>


<strofa>Drum, willst du dich vor Leid bewahren,/
So flehe zu den Unsichtbaren,/
Daß sie zum Glück den Schmerz verleihn./
Noch keinen sah ich fröhlich enden, /
Auf den mit immer vollen Händen/
Die Götter ihre Gaben streun.</strofa>


<strofa>Und wenns die Götter nicht gewähren,/
So acht’ auf eines Freundes Lehren/
Und rufe selbst das Unglück her,/
Und was von allen deinen Schätzen/
Dein Herz am höchsten mag ergötzen,/
Das nimm und wirfs in dieses Meer.«</strofa>


<strofa>Und jener spricht, von Furcht beweget:/
»Von allem, was die Insel heget,/
Ist dieser Ring mein höchstes Gut./
Ihn will ich den Erinnen weihen,/
Ob sie mein Glück mir dann verzeihen.«/
Und wirft das Kleinod in die Flut.</strofa>


<strofa>Und bei des nächsten Morgens Lichte/
Da tritt mit fröhlichem Gesichte/
Ein Fischer vor den Fürsten hin:/
»Herr, diesen Fisch hab ich gefangen,/
Wie keiner noch ins Netz gegangen,/
Dir zum Geschenke bring ich ihn.«</strofa>


<strofa>Und als der Koch den Fisch zerteilet,/
Herbei der Koch erschrocken eilet,/
Und ruft mit hoch erstauntem Blick:/
»Sieh Herr, den Ring, den du getragen,/
Ihn fand ich in des Fisches Magen, /
O ohne Grenzen ist dein Glück!«</strofa>


<strofa>Hier wendet sich der Gast mit Grausen:/
»So kann ich hier nicht ferner hausen,/
Mein Freund kannst du nicht weiter sein./
Die Götter wollen dein Verderben, /
Fort eil ich, nicht mit dir zu sterben.«/
Und sprachs und schiffte schnell sich ein.</strofa>



</liryka_l></utwor>