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<dc:creator xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Kochanowski, Jan</dc:creator>
<dc:title xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="de">Threnodie XIX</dc:title>
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<dc:contributor.editor xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Ritter-Jasińska, Antje</dc:contributor.editor>
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<dc:contributor.technical_editor xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Ołtusek, Paulina</dc:contributor.technical_editor>
<dc:publisher xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Fundacja Nowoczesna Polska</dc:publisher>
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<dc:description xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Publikacja zrealizowana w ramach projektu Wolne Lektury (http://wolnelektury.pl). Wydano z finansowym wsparciem Fundacji Współpracy Polsko-Niemieckiej. Eine Publikation im Rahmen des Projektes Wolne Lektury. Herausgegeben mit finanzieller Unterstützung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.</dc:description>
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<dc:source xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Jan Kochanowski, Threnodien und andere Gedichte, tłum. Sp. Wukadinović, Mikołów [ca 1932].</dc:source>
<dc:rights xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Domena publiczna - Spiridon Wukadinović zm. 1938</dc:rights>
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<autor_utworu>Jan Kochanowski</autor_utworu>




<dzielo_nadrzedne>Threnodien</dzielo_nadrzedne>






<nazwa_utworu>Threnodie XIX. Der Traum
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<strofa>Mein Leid ließ lang zur Nacht mich nicht die Augen schließen/
Und den erschlafften Leib der Ruhe nicht genießen./
Kaum eine Stunde vor dem Morgengraun umfingen/
Mich des saumsel’gen Schlafes schwärzlich-düstre Schwingen./
Derweil erschien leibhaftig mir die Mutter da/
Und hielt im Arme meine holde Ursula,/
Wie sie so ums Gebet zu mir zu kommen pflegte,/
Sobald aus ihrem Bett sie in der Früh sich regte./
Ein weißes Hemdlein hatte sie, gekraust das Haar,/
Die Backen rot, und schelmisch lacht das Augenpaar./
Ich seh was weiter wird, da sprach die Mutter dann:/
,,Schläfst, Jan, du, oder tuts dein täglich Leid dir an?"/
Da seufzte schwer ich auf, und mich bedeucht’ es eigen,/
Als sei ich aufgewacht. Und sie, nach kurzem Schweigen,/
Nahm wiederum das Wort: „Dein ungestilltes Weinen,/
Mein Sohn, ließ mich in euern Gegenden erscheinen/
Aus weit entlegnem Land, und deine bittern Zähren/
Gelangten selbst bis zu der Toten dunkeln Sphären./
Ich brachte dir im Arm das holde Mädchen dein,/
Dass du sie noch magst schaun und deine Herzenspein/
Im Zaume hältst, die so an deinen Kräften zehret/
Und die Gesundheit dir, die schwache, so verheeret,/
Wie an dem dürren Docht in stundenlangem Mühn/
Das Feuer zehrt, dass er zu Zunder muss versprühn./
Haltet ihr denn uns Tote für Verlorne schon,/
Und denen ewiglich der Sonne Licht entflohn?/
Nein, umso voller leben wir das Leben droben,/
Als übern plumpen Leib der edle Geist erhoben./
Staub kehrt in Staub zurück, und sollte denn verschwinden/
Der Geist, das Himmelskind, und nicht die Heimstatt finden?/
Drob härme du dich nicht und lass die Zweifel sein/
Und glaube fest, es lebt dein liebstes Ursulein./
Und hier nun kam sie dir in der Gestalt entgegen,/
Dass sie die Augen Sterblicher erkennen mögen;/
Doch unter Engeln und der ew’gen Geisterwelt/
Glänzt sie als holder Stern, und für die Eltern hält/
Sie ihr Gebet, so wie sie es bei euch verstand,/
Ob sie da gleich noch nicht die rechten Worte fand./
So dir daraus auch Leid erwächst, dass ihren Jahren/
Abbruch geschehen ist, noch eh sie konnt erfahren/
Die Freuden dieser Welt: o jämmerlich und schal/
Sind eure Freuden und von solcher Art zumal,/
Dass sie mehr sehrend Leid und Trübsal mit sich führen!/
Das kannst du selbst an dir am ehesten verspüren:/
Hast du dich je an deinem Kind so sehr gefreut,/
Dass dein vergnügter Sinn und jene frohe Zeit/
Wettmachen könnten heut dein sorgenschweres Los?/
Du sagst es nicht, ich sehs. So halte davon bloß,/
Wie du’s erfahren, und verzehr dich nicht, dass dein/
Dir liebstes Kind so früh des Todes musste sein./
Nicht vom Genuss schied sie, sie schied von Mühsamkeit,/
Von Arbeit und von Harm, von Tränen und von Leid./
Davon die Welt so viel besitzt, dass, wär auch eben/
Dem Menschen etwas lieb in diesem Erdenleben,/
So großer Zusatz den Geschmack ihm nehmen muss,/
Aus Furcht schon, dass gewiss Verrat folgt auf dem Fuß./
Warum weinst du, bei Gott? Was kam ihr denn abhanden?/
Dass für die Mitgift sie sich keinen Herrn erstanden?/
Dass Drohungen sie nicht gehört und Fremder Schmähen?/
Dass sie nicht mitgemacht schmerzhafte Kindeswehen?/
Noch sagen kann, was ihre Mutter schmerzbewegt/
Erfuhr: was größre Qualen zu bereiten pflegt,/
Sie zu gebären oder zu begraben? Ist/
Doch das der Schmack, womit ihr euch die Welt versüßt.</strofa>
<strofa>Im Himmel reine Freuden und für ew’ge Zeit,/
Von jedem Makel frei und aller Fährlichkeit./
Hier herrschen Sorgen nicht, Arbeit ist unbekannt,/
Unglück und Missgeschick hier keine Stätte fand./
Hier sieht man Krankheit nicht, hier gibt es Alter nicht,/
Hier hält der tränensatte Tod nicht sein Gericht./
Wir leben zeitlos, stets von heiterm Sinn erfüllt,/
Die Gründe aller Dinge sind vor uns enthüllt./
Die Sonne scheint uns stets, der Tag will nie sich neigen/
Und führt die finstre Nacht nicht hinter sich im Reigen./
Den Schöpfer sehen wir in seiner Majestät,/
Was ihr, in euern Leib gebannt, umsonst erspäht./
Dorthin lenk deinen Sinn beizeit und wahre dich,/
Mein Sohn, für diese Freuden, reich und stetiglich./
Du weißt nun, was die Welt dem, der sie liebt, bescheret,/
Drum sei dein Sorgen besser Wicht’germ zugekehret./
Dein Kind hat (glaube mir) ein gutes Los genommen/
Und hat in ihrem Fall sich eben so benommen/
Wie einer, der aufs Meer zum erstenmal sich schickt,/
Und da er dorten große Fährlichkeit erblickt,/
Die Rückkehr vorzieht; andre, die auf ihren Schiffen/
Die Segel hissten, scheiterten an Felsenriffen;/
Der brach, vom Frost besiegt, vor Hunger der zusammen,/
Nur wen’ge, die auf einem Brett zur Küste schwammen./
Dem Tod entging sie nicht, und wär ihr auch hienieden./
Mehr noch als der Sibylle Lebenszeit beschieden./
Was später sollte sein, das zog sie vor zu meiden,/
So weniger erfuhr sie dieser Erde Leiden./
Die liebsten Eltern müssen andre überdauern/
Und dann ihr Waisentum in schwerer Not vertrauern;/
Die stößt man aus dem Haus, mit einem Mann zu leben,/
Und ihre Habe bleibt weiß Gott wem preisgegeben./
Die raubt man mit Gewalt, und selbst die eignen Leute,/
Doch wird ein grosser Teil wohl auch der Horden Beute,/
Wo in der Sklavenfron der Heiden ihre Tränen/
Sie trinken und den Alleskürzer Tod ersehnen./
Davor braucht deinem holden Kind nicht mehr zu bangen,/
Da sie so jung schon in den Himmel eingegangen,/
Und ohne erst die Not der Erde zu erfahren,/
Könnt ihre teure Seele sie vor Sünde wahren./
Gut also gings ihr, Sohn, auf ihres Lebens Wegen,/
(Dran zweifle nicht), drum brauchst kein Leid du drob zu hegen.</strofa>
<strofa>Was du verloren hast und was dir fehlgeschlagen, ---/
Vergiss nicht, dass Vernunft und männliches Betragen/
Von größerm Werte sind; drin zeig dich doch als Herrn,/
Und fühlst du allen Trost von dir auch noch so fern./
Der Mensch ward nun einmal in solchem Recht geboren,/
Dass allem Ungefähr zum Ziel er ist erkoren./
Schwer ist es, dem entgehn: was du auch immer tust,/
So du aus freiem Willen nicht magst gehn, --- du musst./
Was alle gleich bedrückt, weshalb denn dir allein,/
Ich weiß es nicht, mein Sohn, soll es am schwersten sein?/
Sterblich so wie auch du war ja dein Kind allhie,/
Wie lang ihr Ziel bestimmt, so lange lebte sie,/
Kurz zwar, allein darüber herrscht der Mensch nicht frei,/
Und auch nicht leicht zu sagen ist, was besser sei./
Verborgen ist des Herren Ratschluss; wie er falle,/
Am allerbesten ist, dass er auch uns gefalle./
Tränen sind wertlos; wenn dem Leib die Seel entfährt,/
Vergeblich ists zu harren, dass sie wiederkehrt./
Jedoch der Mensch begibt sich nicht des Rechts auf Glück,/
So dass die Schäden nur gewöhnlich merkt sein Blick/
Und er nicht sehen will und dessen nicht gedenkt,/
Was sich zuzeiten auch nach seinem Wunsche lenkt./
So waltet dir Fortuna, mein geliebter Sohn,/
Dass wir nicht so sehr klagen, wenn uns was entflohn,/
Als danken sollen, dass trotzdem verblieb ein Rest,/
Denn all das hielten ja des Unglücks Hände fest./
Und so auch du, der allgemeinen Satzung treu,/
Verwehr den Weg zum Herzen deiner Grübelei/
Und halt im Auge, was des Unglücks Hand entglitten,/
Nenn das Gewinn, worin du Schaden nicht erlitten.</strofa>
<strofa>Und nun, wozu die Kosten nur, die du getragen,/
Wozu die Arbeit nur in deinen Lebenstagen,/
Die du fast alle über Büchern zugebracht,/
Nur wenig auf die Lustbarkeit der Welt bedacht?/
Jetzt solltest du die Früchte, die du zogst, genießen/
Und retten die Natur, die sich als schwach erwiesen./
Du brachtest vordem andern Trost in solchen Schmerzen:/
Geht fremder Schaden mehr als eigner dir zu Herzen?/
Jetzt, Meister, heil dich selbst! Die Zeit ist Arzt für jeden,/
Doch wer verschmäht die Bahn für alle zu betreten,/
Mag füglich auf so späte Arzenei verzichten,/
Durch die Vernunft soll er, was sonst die Zeit heilt, schlichten./
Und welches Mittel hat die Zeit? Die frühern Plagen/
Verdrängt durch frische sie, die leichter teils zu tragen,/
Teils auch der gleichen Art; doch der vernünft’ge Mann/
Sieht sie voraus und klammert, dies bedenkend, an/
Vergangenes sich nicht, des Künftigen gewärtig,/
Und macht das Herz für Glück wie auch für Unglück fertig./
Dran halte dich, und menschlich Missgeschick, mein Sohn,/
Trag menschlich: Einer ist Herr über Leid und Lohn".</strofa>

<strofa>Da schwand sie, ich erwacht, --- obgleich nicht voll in Klarheit,/
Ob ichs im Traum vernommen, oder ob es Wahrheit.</strofa>


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