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<dc:creator xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Wukadinović, Spiridion</dc:creator>
<dc:title xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="de">An meine getreuen Hörer</dc:title>
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<dc:contributor.editor xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Ritter-Jasińska, Antje</dc:contributor.editor>
<dc:contributor.technical_editor xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Choromańska, Paulina</dc:contributor.technical_editor>
<dc:contributor.technical_editor xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Ołtusek, Paulina</dc:contributor.technical_editor>
<dc:publisher xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Fundacja Nowoczesna Polska</dc:publisher>
<dc:subject.period xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Renesans</dc:subject.period>
<dc:subject.type xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Liryka</dc:subject.type>
<dc:subject.genre xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Tren</dc:subject.genre>
<dc:description xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Publikacja zrealizowana w ramach projektu Wolne Lektury (http://wolnelektury.pl). Wydano z finansowym wsparciem Fundacji Współpracy Polsko-Niemieckiej. Eine Publikation im Rahmen des Projektes Wolne Lektury. Herausgegeben mit finanzieller Unterstützung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.</dc:description>
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<dc:source xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Jan Kochanowski, Threnodien und andere Gedichte, tłum. Sp. Wukadinović, Mikołów [ca 1932].</dc:source>
<dc:rights xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xml:lang="pl">Domena publiczna - Spiridon Wukadinović zm. 1938</dc:rights>
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</rdf:RDF><opowiadanie><nota_red>
<strofa>ss -&gt; ß:/ 
liessen -&gt; ließen/ 
grössten -&gt; größten/ 
schliesst -&gt; schließt/ 
äusserer -&gt; äußerer/    
naturgemäss -&gt; naturgemäß/ 
Fuss -&gt; Fuß 
</strofa>
<strofa>Apostoph gestrichen:/
sollt’ -&gt; sollt/ 
könnt’ -&gt; könnt/ 
ließ’ -&gt; ließ/ 
wollt’ -&gt; wollt/ 
hätt’ -&gt; hätt 
</strofa></nota_red>






<autor_utworu>Spiridion Wukadinović</autor_utworu>




<dzielo_nadrzedne>Threnodien</dzielo_nadrzedne>




<nazwa_utworu>An meine getreuen Hörer</nazwa_utworu>


<podtytul>(Statt einer Vorrede)</podtytul>

<akap>Als ich daranging die ,,Treny" Kochanowskis ins Deutsche zu
übertragen, war ich überzeugt, dass mein Unternehmen in Polen lebhaften Anklang finden werde. Ich glaubte mich dazu
umsomehr berechtigt, als ja bereits meine Übersetzung von
Kochanowskis Drama<pr><slowo_obce>Übersetzung von Kochanowskis Drama</slowo_obce> --- J. Kochanowski, <tytul_dziela>Die Abfertigung der griechischen Gesandten</tytul_dziela>.
Poznań 1919. (Herausgegeben vom Deutschen Schulverein der Wojewodschaft Schlesien).</pr>) einen ungewöhnlichen Erfolg zu verzeichnen hatte. Das Stück wurde im Rahmen einer großangelegten Kochanowskifeier von der Deutschen Bühne in Bromberg
(Bydgoszcz) glänzend in Szene gesetzt, und sowohl jene denkwürdige Aufführung, als auch mein Buch erfreuten sich weit
über die Grenzen hinaus in der Presse Deutschlands, Frankreichs,
ja selbst Amerikas spaltenlanger Besprechungen, in denen fast
ausnahmslos von der hohen kulturellen Bedeutung dieses Ereignisses die Rede war. Ich glaube kaum, dass eine zweite Übersetzung aus dem Polnischen, sei es in welche Sprache immer,
sich im neuen Polen auf eine ähnliche „propagandistische“ Wirkung berufen könnte. Auch meine früheren Erfahrungen in
Böhmen, wo gleich meine ersten schüchternen Anfänge freundlicher Aufnahme begegneten und man mir von allen Seiten bereitwilligst jegliche Unterstützung anbot, --- auch diese sympathischen Erfahrungen, die ich noch in lieber Erinnerung hege,
ließen mich erwarten, dass man endlich auch hier, wo so viel
von „kultureller Propaganda“ gesprochen und geschrieben
wird, wenigstens in diesem Falle die Bedeutsamkeit und Tragweite meiner Arbeit begreifen werde. Handelt es sich doch
um nichts Geringeres als um <wyroznienie>die erste und einzige deutsche Gesamtübersetzung</wyroznienie> eines der
größten Meisterwerke der polnischen Literatur.</akap>


<akap>Aber weit gefehlt! Trotz aller meiner Bemühungen hat sich
weder ein Verleger bereit gefunden mein Werk herauszugeben,
noch hat sich irgendwelche hierzu berufene literarische Vereinigung oder staatliche Behörde bewegen lassen es finanziell oder
auch nur moralisch zu unterstützen. Ich war also nahe
daran die mühevolle Arbeit zweier Jahre zu vernichten, hättet
nicht Ihr in wohlverstandenem, vorbildlichem Patriotismus noch
in zwölfter Stunde Eure Spargroschen zusammengetragen, um
ein Werk, das die schönste und eigenartigste Dichtung aus dem
Goldenen Zeitalter polnischer Poesie den Deutschen vermitteln
und so dem großen Dichter tausende von neuen Freunden und
Verehrern werben wollte, wenigstens vor dem völligen Untergang zu bewahren. Denn Ihr sagt Euch mit Recht (und Ihr
erseht es aus der Geistesgeschichte der großen Kulturen des
Westens), dass jede gute Übersetzung einer überragenden Leistung, deren eine Nation sich vor anderen rühmen darf, gewissermaßen eine geistige Eroberung bedeutet. Und so habt Ihr,
wenn auch in den bescheidenen Grenzen Eures Könnens, eine
Tat vollbracht, die von Eurer vornehmen und sachlichen Denkart beredtes Zeugnis ablegt und Euch meine Achtung und Dankbarkeit für immer sichert.</akap>


<akap>Freilich musste ich jetzt schweren Herzens so manchen mir
liebgewordenen Plan begraben. Vor allem war ich genötigt auf
den reichen und erlesenen Buchschmuck zu verzichten, der
meiner Pietät für den Dichter auch auf diese Weise Ausdruck
geben sollte und durch seine des klassischen Inhalts würdige
Aufmachung sicher auch im Ausland imponierend gewirkt hätte.
Ferner musste eine umfangreiche, teilweise ganz neue Ergebnisse bringende Einleitung zum Opfer fallen, ebenso die ausführlichen, zumeist für den deutschen Leser bestimmten Anmerkungen. Denn es blieb leider kein anderer Ausweg als selbst
wertvollen Ballast abzuwerfen, um doch wenigstens das Wichtigste aus dem Schiffbruch zu retten. In dieser bescheidenen
Gestalt lege ich somit mein Büchlein in Eure Hände. Der breiten Öffentlichkeit bleibt es vorenthalten.</akap>


<akap>Zum Schluss noch eine grundsätzliche Feststellung. Ich arbeite nicht für ,,Propaganda". Ich liebe dieses Wort nicht, das
auch in seinen lautersten Auswirkungen den Beigeschmack des
Geschäftlichen in sich schließt. Wenn ich mich durch vierzehn Jahre in meinen Nebenstunden mit der Verdolmetschung
polnischer Dichtungen befasst habe, so geschah es lediglich deshalb, weil mich diese Art von Tätigkeit seit jeher anzog
und mir auch heute manche schöne Stunde innerer Befriedigung
beschert. Aber ich habe es, so wie Kochanowski, nicht nötig,
dass die Musen ,,für mich bei undankbaren Leuten betteln".
Und darum fühle ich mich --- trotz vereinzelter Beweise
äußerer Anerkennung --- naturgemäß nicht weiter berufen
mein Bestes für solche hinzugeben, die meinen idealen Bestrebungen vollkommen taub und verständnislos gegenüberstehen, ja zum großen Teil sie sogar ablehnen, weil --- nun, das
Warum brauche ich Euch, meine lieben Germanisten, nicht erst
des Weiteren auseinanderzusetzen.</akap>




</opowiadanie></utwor>